DZ BANK Euro Indikator mit Jahresendplus

Der Euro Indikator steigt im Dezember auf 98,1 Punkte. Finanzmärkte und eine steilere Zinskurve stützen, während die Industrieumfragen schwach bleiben.
 

Das Bild zeigt zwei Diagramme, die wirtschaftliche Indikatoren darstellen. 

1. **Linkes Diagramm:**
   - Titel: "DZ BANK Euro-Indikator mit Lichtblick"
   - Index darstellt Euro-Indikator (Basis 2000=100) 
   - Zeitraum von 2013 bis 2025
   - Es zeigt Trends und Schwankungen im Euro-Indikator, mit einem bemerkenswerten Rückgang in 2020 und anschließender Erholung.

2. **Rechtes Diagramm:**
   - Titel: "...aber weiterhin ohne erkennbaren Schwung"
   - Zeigt Prozentsätze, die Veränderungen im europäischen BIP und Euro-Indikator im Vergleich zum Vorjahr darstellt
   - Zeitraum von 2013 bis 2025
   - Es zeigt, dass die prozentuale Veränderung des BIP und des Euro-Indikators stark schwankte, insbesondere im Jahr 2020 mit einem bemerkenswerten Rückgang.


Zum Jahresausklang 2025 sendet der Euro-Indikator der DZ BANK ein vorsichtig positives Signal: Mit 98,1 Punkten verzeichnet er einen Anstieg um 0,4% gegenüber dem revidierten Novemberwert von 97,8 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Rate bei 1,8%. Nach dem Seitwärtstrend im Herbst ist dies ein Schritt in Richtung Aufwärtsbewegung, wenngleich die Konjunktur weiterhin zweigeteilt ist.

 

Den wichtigsten Rückenwind liefern Finanzvariablen. Die Aktienkurse legten im Monatsdurchschnitt zu und die Zinsstrukturkurve steilte sich weiter auf, sodass die 10J–3M-Differenz bei rund 0,9 Prozentpunkten liegt. Auch das reale M3 zeigt eine leichte Besserung. Die EZB beließ am 18. Dezember die Leitzinsen unverändert und sieht die Inflation mittelfristig im Zielbereich.

 

In der Realwirtschaft bleibt das Bild gemischt. So fiel der Industrie-PMI auf 48,8 Punkte, während der Dienstleistungs-PMI mit 52,4 Punkten deutlich expandierte. Die Produktionserwartungen der EU-Kommission stiegen. Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe drehte nach dem schwachen November spürbar ins Plus. Die Zahl der offenen Stellen bleibt zwar positiv, verliert aber an Schwung. Bei den Baugenehmigungen zeichnet sich eine Stabilisierung ab und weisen nur noch einen leichten Rückgang auf. Mit Blick auf den Jahresstart 2026 wird es nun entscheidend sein, ob die Auftragsbelebung in den PMI-Subindizes „Neue Aufträge” und „Export” ankommt und ob externe Risiken, etwa über die Handelspolitik, nicht erneut eskalieren. Andernfalls droht dem positiven Signal des Dezembers wieder ein Rücksetzer.

 

-- Matthias Schupeta