Automobilstandort Deutschland: Von der Überholspur auf den Standstreifen
Die US-Importzölle sind zwar eine beträchtliche Belastung, zugleich aber nur eines der Probleme, mit denen sich die deutsche Autoindustrie konfrontiert sieht. Auf die vorherrschenden Herausforderungen und mögliche Wege raus aus der Krise gehen wir in der neuen Ausgabe unseres Privatkundenmagazins „Friedrich“ ein.
Deutschlands Automobilindustrie – mit Milliardenumsätzen und hoher Beschäftigung über viele Jahrzehnte das Zugpferd der deutschen Wirtschaft – befindet sich in einer schmerzlichen Transformationsphase. Seit mehreren Jahren nun steht die Branche bereits unter Druck und sieht sich mit sinkenden Absätzen, Stellenabbau und teils vorherrschendem technologischen Rückstand konfrontiert.
Als eine der Hauptursachen für den Schrumpfungsprozess gilt die schleppende Transformation hin zur Elektromobilität. Insbesondere was die Entwicklung und den Absatz von E-Autos angeht, hat die Konkurrenz – in erster Linie aus China – den deutschen Automobilherstellern den Rang abgelaufen.
Hinzu kommen die beträchtlichen Produktionskosten, unter anderem eine Folge der hohen Energiepreise, die die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich beeinträchtigen. Regulatorische Hürden und politische Faktoren wie Zölle und unklare Grenzwertvorgaben tun ihr Übriges, dass die deutschen Automobilhersteller in vielerlei Hinsicht auf der Stelle treten, sind sie doch angesichts ihrer starken Exportabhängigkeit anfällig für internationale Entwicklungen.
Wie es um den Automobilstandort Deutschland aktuell bestellt ist und welche Herausforderungen, sowohl regulatorischer als auch technologischer Art, die Branche zu bewältigen hat, sind die Themen des aktuellen Friedrich. Dass sich hinsichtlich der Entwicklungen der Blick dabei nicht auf Deutschland eingrenzen lässt, sondern in einen größeren Zusammenhang zu stellen ist, erörtern unsere Automobil-Analysten – aus dem DZ BANK Aktien- und Credit-Research – im Experten-Interview.
Ob es den deutschen Autobauern gelingen kann, ihre einstige Pionierrolle in puncto hochwertiger Ingenieurskunst, technologischer Innovation und zuverlässiger Qualität zurückzuerlangen, bleibt abzuwarten. Eines lässt sich aber mit Sicherheit sagen: Es wird ein langer und anstrengender Weg, auch wenn das Made-in-Germany-Siegel auch heute noch für gewisse Bewunderung sorgt.
-- DZ BANK Research-Team

